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Rückblick und
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Vorplanung 2. Bauabschnitt (Oberdorf)
18.08.2011

Straße statt Garten
MDR Sachsenspiegel, 10.03.2011

Reinhardtsgrimma braucht eine neue Ortsdurchfahrt
SZ, 22.02.2011

"Der Standort
Glashütte hat
einen guten Ruf"
SZ, 28.12.2010

Bürgerinitiative lehnt
erhöhte Fußwege ab
SZ, 24.12.2010

Informationsabend
zum geplanten Straßenbau
Auswertung 02.12.2010

Autobahnzubringer
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Diskussion

Straßenplanung ist ins Wasser gefallen
SZ, 04.10.2010

Presseartikel online
02.09.2010

Kleine Anfragen im Landtag:
04.08.2010

Transparenz und Bürgernähe fehlen beim Straßenbau
SZ, 26.05.2010

Mehr Entscheidungskompetenz für regionale Akteuere
20.05.2010

Glashütte untersucht Abwasserkanäle
SZ, 19.05.2010

Polizei wird Autofahrer befragen
SZ, 17.05.2010

Keine Annäherung im Straßenbaustreit
SZ, 07.05.2010

Bürgerinitiative befürchtet mehr Verkehr
SZ, 04.05.2010

Stadtchef trifft sich mit Bürgerinitiative
SZ, 30.04.2010

Bürgermeister kämpft trotz Protesten für Straßenausbau
SZ, 28.04.2010

Bürgerinitiative will Straßenausbau verhindern
SZ, 24.04.2010

Vorgärten sollen verschwinden
SZ, 22.04.2010

Initiative will Straßenausbau verhindern
SZ, 21.04.2010

Straßenbauplanung in Grimme geht weiter
SZ, 12.03.2010

Die kleine Schwester der B170
SZ, 23.05.2008

Reinhardtsgrimma braucht eine neue Ortsdurchfahrt

Sächsische Zeitung (Freital) vom 22. Februar 2011
Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung der Sächsischen Zeitung.

Der Ortsvorsteher von Reinhardtsgrimma, Herr Jochen Liebe, im Interview mit Maik Brückner.

Herr Liebe, seit einem Jahr wird über den Ausbau der Ortsdurchfahrt in Reinhardtsgrimma gestritten. Der Ortschaftsrat hat sich nun dazu positioniert. Warum erst jetzt?

Zum Ausbau der Ortsdurchfahrt haben wir schon lange eine Meinung. Jetzt haben wir sie aber erst schriftlich fixiert. Genau wie die Bürgerinitiative sehen auch wir, dass es Handlungsbedarf an unserer Ortsdurchfahrt gibt. Allerdings sind wir gegen eine Deckensanierung sondern für eine Sanierung von Grund auf.

Warum?

Die Straße muss eine Straßenentwässerung und einen Fußweg bekommen. Allerdings halten wir einen Fußweg, der deutlich mit einer Bordsteinkante von der Straße abgegrenzt ist, für dringend erforderlich. Denn nur so ist es für Kinder und Ältere ungefährlich, entlang der Ortsdurchfahrt zu laufen. Auch eine Straßenentwässerung ist notwendig.

Die Bürgerinitiative möchte einen Fußweg auf der gleichen Höhe der Fahrbahn anlegen und ihn durch Linien abgrenzen. Was halten Sie davon?

Diese Forderung zielt darauf ab, möglichst wenige Grundstücksflächen der Straßenanlieger in Anspruch zu nehmen, weil die Fußwege auch als Ausweichstellen genutzt werden soll. Wir finden, dass die Unfallgefahr zu groß ist. Zudem gebe ich zu bedenken, dass das Straßenbauamt Meißen-Dresden durchaus gewillt ist, Kompromisse einzugehen. So sind dessen Planer bereits von der Forderung abgerückt, dass der Fußweg zwei Meter breit sein soll. Bei den letzten Gesprächen gab man uns zu verstehen, dass man Ausnahmeregeln gelten lassen will und auch eine Breite von 1,50 Meter akzeptiert. Auf alle Fälle sollte der Grunderwerb so gering wie möglich sein.

Die Bürgerinitiative kritisiert nicht nur die geplante Straßenbreite, sondern auch die Pläne zum großflächigen Kreuzungsausbau am Abzweig Hausdorf. Welche Position nimmt der Ortschaftsrat dazu ein?

Hier stimmen wir mit der Bürgerinitiative überein. Auch wir halten den geplanten Ausbau für zu überdimensioniert und fordern deshalb, dass das Straßenbauamt zu seinen ursprünglichen Plänen zurückkehrt. Diese wurde 2008 vorgestellt und von uns für gut befunden, weil die Anlieger weniger Flächen abgeben müssten. Ich hoffe, dass das Straßenbauamt auf unsere Forderung reagiert. Im März werden wir es erfahren. Dann sollen die Pläne in einer Einwohnerversammlung vorgestellt werden.

Wer durch Reinhardtsgrimma fährt, der denkt, der ganze Ort ist gegen den Ausbau der Straße zum Autobahnzubringer. Überall hängen Plakate. Wie viele Einwohner vertritt der Ortschaftsrat überhaupt?

Wir glauben, dass die Mehrheit der Bürger so denkt wie wir. Dass durch die Plakate ein anderer Eindruck entsteht, hängt sicher damit zusammen, dass die Mitglieder der Bürgerinitiative sehr rührig sind. Befürworter bei solchen Aktionen hängen ja auch keine Plakate auf.

Werden die Straßenbauer wie geplant loslegen können oder wird es erst einmal ein Planfeststellungsverfahren geben, weil Grundstückseigentümer enteignet werden?

Ich wünsche mir, dass der Straßenbau so schnell wie möglich beginnt, nehme aber an, dass es zum Verfahren kommt. Das wäre bedauerlich, weil dadurch drei, vier Jahre ins Land gehen, in denen nichts passieren wird. Angesichts des Straßenzustandes wäre das fatal.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2693818

www.ortsdurchfahrt-reinhardtsgrimma.de