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SZ, 24.04.2010

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SZ, 22.04.2010

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SZ, 21.04.2010

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SZ, 12.03.2010

Die kleine Schwester der B170
SZ, 23.05.2008

Glashütte untersucht Abwasserkanäle

Sächsische Zeitung (Dippoldwalde) vom 19. Mai 2010
Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung der Sächsischen Zeitung.

von Franz Herz

Glashütte gibt Gas beim Bau von Kleinkläranlagen. Bis 2015 muss die Abwasserentsorgung auf den heutigen Stand der Technik gebracht werden. Glashütte hat dabei besonders viel Arbeit. Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) informiert: „Rund ein Zehntel aller Grundstücke im Landkreis, die nicht an eine zentrale Kläranlage angeschlossen sind, haben wir in Glashütte.“

Ein Zeitplan soll das Amt zufrieden stellen

Das Landratsamt forderte ursprünglich, dass die Stadt Glashütte bis zum kommenden Jahr Konzepte für all jene Ortsteile vorlegt, die keine zentrale Abwasserentsorgung haben. So kurzfristig sei das nicht zu schaffen, hieß es von der Stadt. Zumal die Anforderungen vom Freistaat verschärft wurden. „Wir haben einen Zeitplan bis 2014 vorgelegt. Bis dahin wollen wir eine solide Planung für die dezentrale Abwasserentsorgung im ganzen Stadtgebiet vorlegen“, sagt Dreßler.

Welche Kosten dabei auf die Stadt zukommen, ist derzeit noch nicht abzuschätzen. „Wenn wir gute Zuarbeiten von den Grundstückseigentümern bekommen, die wir alle angeschrieben haben, wird es günstiger“, hofft der Bürgermeister. „Wenn aber die ganze Arbeit an Firmen vergeben wird, können unterm Strich auch 50000 oder 70000 Euro stehen.“

Für Zehn Ortsteile sind noch Konzepte in Arbeit

Das Thema Kleinkläranlagen betrifft knapp die Hälfte der Glashütter. Von den rund 7000Einwohnern der Gesamtstadt entsorgen 3000ihr Abwasser auf diesem Weg in zehn Ortsteilen. Dazu gehören die kleinen Ansiedlungen wie Neudörfel und Rückenhain. Auch große Dörfer wie Reinhardtsgrimma oder Dittersdorf müssen ihre Abwasserprobleme noch klären. Selbst das Wohngebiet am Kohlsteig in der Kernstadt Glashütte soll keinen Anschluss an die Kläranlage bekommen, sondern mit Kleinkläranlagen arbeiten. Der Kanalbau wie er hier ursprünglich vorgesehen war, wird zu teuer.

Direkte Einleitung in ein Gewässer ist unkompliziert

Der Knackpunkt beim Bau von Kleinkläranlagen ist die Ableitung des gereinigten Wassers. Einfach ist die Situation für Grundstücke, die am Bach liegen. „Bei direkter Einleitung ins Gewässer wird in der Regel eine wasserrechtliche Erlaubnis erteilt“, informierte Antje Reichel den Stadtrat. Sie ist im Bauamt der Stadt für Kleinkläranlagen zuständig. Kompliziert wird es hingegen, wenn kein Bach in Reichweite ist. Dann gibt es zwei Möglichkeiten.

Bürgermeisterkanäle sind noch eine unbekannte Grösse

Eine Möglichkeit ist, über einen Kanal das Wasser zum Bach zu leiten. Hier verlangt die Wasserbehörde exakte Angaben, wie viel Wasser kommt. Dabei muss auch Regenwasser oder Straßenwasser mit berechnet werden.

Abwasserexperten sprechen bei solchen Kanälen von Bürgermeisterkanälen, wenn mehrere Grundstücke angeschlossen sind. Das heißt, selbst wenn sie auf privatem Grund liegen oder von Privatleuten gebaut wurden, ist die Stadt verantwortlich. Diese Kanäle sind noch eine unbekannte Größe. Bisher sind sie nur im Ortsteil Reinhardtsgrimma genau erfasst. „Ich gehe davon aus, dass wir in jedem Ortsteil welche haben“, sagt Dreßler. Viele benötigen eine Sanierung. Keiner weiß, was das kosten wird.

Versickern ist nicht möglich in der Nähe von Hausbrunnen

Gereinigtes Wasser kann versickern. Dafür müssen die Grundstückseigentümer Gutachten vorlegen, dass dies möglich ist. „Speziell in den Brunnendörfern ist die Variante der Versickerung schwierig umsetzbar“, teilt Reichel mit. Sickeranlagen und Trinkwasserbrunnen dürfen nicht zu nahe beieinander liegen, sonst kann es die Brunnen verschmutzen.

www.ortsdurchfahrt-reinhardtsgrimma.de