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SZ, 26.05.2010

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SZ, 17.05.2010

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SZ, 30.04.2010

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SZ, 28.04.2010

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SZ, 24.04.2010

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SZ, 22.04.2010

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SZ, 21.04.2010

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SZ, 12.03.2010

Die kleine Schwester der B170
SZ, 23.05.2008

Die kleine Schwester der B170

Sächsische Zeitung (Dippoldiswalde) vom 23. Mai 2008
Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung der Sächsischen Zeitung.

Von Franz Herz

Die Staatsstraße 183 von Dresden nach Seyde ist ein Geheimtipp. Doch fast jede Ortsdurchfahrt ist hier eine Schwachstelle.

Die Staatsstraße 183 verbindet Dresden mit dem Erzgebirge. Dabei ist sie bis heute mehr ein Geheimtipp für Einheimische geblieben und stand immer im Schatten der B170. „Die Bedeutung der S183 liegt vorwiegend beim regionalen Verkehr“, sagt Holger Wohsmann, Leiter des Straßenbauamts Meißen-Dresden und in dieser Funktion für die Straße verantwortlich. Die Staatsstraße ist keine Alternative zur B170. Die Bundesstraße ist eindeutig die Hauptverkehrsader.

Das war schon vor der Autobahnöffnung so. Aber als regelmäßig der Verkehr auf der B170 zusammenbrach, war die Strecke von Dresden über Reinhardtsgrimma nach Schmiedeberg und weiter durchs Pöbeltal bis Rehefeld eine wichtige Ausweichmöglichkeit. Heute ist sie eher von touristischem Interesse für Gäste, die eine schöne ruhige Tour ins Gebirge schätzen.

Extremfall Reinhardtsgrimma

Die S 183 beginnt in Dresden-Niedersedlitz, wo sie von der B172 abzweigt. Die Staatsstraße führt raus aus der Stadt, durchquert Kreischa und Lungkwitz. Hier schon lässt der Straßenzustand zu wünschen übrig. Weiter verläuft die Verbindung im Tal nach Reinhardtsgrimma. Dieser Ort ist das Extrembeispiel für die Schwachpunkte dieser Straße – die Ortsdurchfahrten. Sie sind fast alle eng, kurvenreich und auch gefährlich. Fast immer fehlen Fußwege.

Für eine Behebung der Schwachpunkte will Straßenbauchef Wohsmann auch nicht allzu viele Hoffnungen machen. Dort ist ein Ausbau der Straße meist erst dann möglich, wenn das Straßenbauamt zusätzliche Flächen kauft oder im Extremfall sogar Häuser abreißt. Eine Ortsdurchfahrt will das Amt jedoch ausbauen: Die Planung für Reinhardtsgrimma läuft. Dort rechnet Wohsmann jedoch allein für das Teilstück vom Ortseingang bis zur Einmündung der Straße zur alten Schäferei mit fünf Jahren Vorbereitung, ehe der eigentliche Bau beginnen kann.

In Reinhardtsgrimma fehlt der 1,5 Kilometer langen Ortsdurchfahrt fast alles, was eine moderne Straße ausmacht. Es gibt weder Fußwege noch eine ausreichende Breite, dafür spitzwinklige Einmündungen und scharfe Kurven.

Auch in Niederfrauendorf ist die Kreuzung mit der Straße von Dippoldiswalde nach Glashütte ein bekannter Gefahrenpunkt, den erst ein Tempolimit auf 30 Stundenkilometer entschärfte.

Ausbau im Pöbeltal

Ohne Fußweg führt die Strecke weiter durch Oberfrauendorf, auch hier gilt eine Tempobeschränkung zum Schutz der Anwohner. Der Molchgrund in Schmiedeberg sieht nicht besser aus. Unübersichtlich ist dieser Abschnitt, auf der einen Seite rücken Gärten heran, auf der anderen schon der Hang. Im Tal quert die Staatsstraße die Bundesstraße, und auf der anderen Seite stehen derzeit zwar Baustellenampeln. Dafür können aber Fußgänger und Autofahrer ab Herbst mit einem ordentlichen Straßenausbau rechnen. Rund 1,3Kilometer lässt das Straßenbauamt von Grund auf erneuern, und dort erhält der Ort auch einen Fußweg. „Wir sind froh, dass die Arbeiten in Gang sind. Darauf haben wir seit der Augustflut 2002 gewartet“, sagt Bürgermeister Karl-Günter Schneider (CDU).

Oberhalb von Schmiedeberg, im Pöbeltal, soll die Straße nach den Planungen der Landestalsperrenverwaltung einen Tunnel bekommen. Dort ist ein Hochwasserschutzdamm geplant, den die Straße unterquert – und wenn tatsächlich eine Flut droht, wird die Straße gesperrt, der Tunnel geschlossen und das Wasser ausgestaut.

Auf dem letzten Anstieg durchs Pöbeltal durchquert die S 183 nur noch Seyde, ehe sie kurz vor Erreichen des Erzgebirgskamms kurz vor Rehefeld endet und in die Staatsstraße S 182 von Altenberg nach Rehefeld mündet.

www.ortsdurchfahrt-reinhardtsgrimma.de